Die unerwartete Unterstützung heizt die Gemüter an

Die erbitterte Rivalität zwischen Marseille und Paris hat mit Blick auf das Champions-League-Finale eine unerwartete Wendung genommen. Basile Boli, eine Legende bei Olympique Marseille, hat öffentlich seine Unterstützung für Paris Saint-Germain (PSG) erklärt, das in München gegen Inter Mailand antritt. Dieser Schritt hat nicht nur Marseille-Fans verärgert, sondern auch bei ehemaligen Spielern für Unmut gesorgt, die diese Unterstützung unerwartet und schwer zu verdauen finden.

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Eric Di Mecos offene Reaktion

Eric Di Meco, ehemaliger OM-Verteidiger und Bolis ehemaliger Teamkollege, äußerte öffentlich seinen Unmut. In der Super Moscato Show von RMC nahm Di Meco kein Blatt vor den Mund: „Als ehemaliger Teamkollege schmerzt mich das zutiefst. Er kann sagen, was er will, aber es tut weh.“ Diese ungefilterte Reaktion spiegelt die Enttäuschung vieler Marseiller wider.

Nationalstolz vs. Vereinsrivalität

Boli, der im Finale 1993 das entscheidende Tor erzielte, begründete seine Haltung mit Nationalstolz: „Mein Herz gehört immer noch Marseille, aber ich unterstütze PSG, weil es mir wichtig ist, Frankreich zu vertreten“, erklärte er. Diese Argumentation stieß jedoch bei vielen Fans und ehemaligen Vereinsmitgliedern auf Ablehnung, da sie die Rivalität zwischen OM und PSG als über bloße Spielergebnisse hinausgehend betrachten.